IN PLAIN SIGHT, 2020-2012

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In gewisser Weise haben die Tendenzen zur Gentrifizierung und deren Theoretisierung wie die Neuordnung und zentralisierte Stadtplanung den öffentlichen Raum zu einem strikt regulierten Funktionsraum umgewandelt, in den kaum mehr ohne Androhung von restriktiven Maßnahmen bis hin zur Strafverfolgung eingegriffen werden kann. Die Verwalter des verfügbaren Raumes, Stadtverwaltung wie Investoren, verfolgen dabei weiterhin zu oft, wenn nicht fast ausschließlich, Projekte, in denen die lokale Bevölkerung weder mit ihren realen Bedürfnissen noch mit ihren Wünschen in einer inklusiven Form beteiligt werden.
Daraus folgt eine ständige Umstrukturierung und Erneuerung des öffentlichen Raumes ohne den „lokalen Geist“ der in diesem Raum lebenden und sich bewegenden Bevölkerung, obwohl gerade diese in der fortlaufenden Interaktion mit dem Raum und durch die Kultur des „Bewohnens“ von Stadtraum am direktesten und weitläufigsten von diesen betroffen Werden.
Die Videos der „In Plain Sight“ Serie beobachten und untersuchen das Verhältnis der Bewohner der jeweiligen Städte zu dem urbanen Kontext, der sie umgibt.
Immer geht es dabei auch um Abwesenheit und Fragen des legitimen Zugangs: haben alle Menschen einer Stadt das Gefühl, das gleiche Recht zu haben, den ihnen zur Verfügung stehenden, öffentlichen Raum zu nutzen?